Forrest Meredith Tucker (12. Februar 1919 – 25. Oktober 1986) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der sowohl im Film als auch im Fernsehen tätig war und in fast hundert Filmen mitwirkte. Tucker bezeichnete sich selbst als „Bauernjungen“. Er wurde am 12. Februar 1919 in Plainfield, Indiana, als Sohn von Forrest A. Tucker und dessen Ehefrau Doris Heringlake geboren. Seine Mutter wurde als Alkoholikerin beschrieben. Tucker begann seine Laufbahn als Darsteller im Alter von 14 Jahren auf der Weltausstellung 1933 in Chicago, wo er tagsüber große geflochtene Touristenstühle schob und nachts das Lied „Throw Money“ sang. Nachdem seine Familie nach Washington, D.C., gezogen war, erregte Tucker die Aufmerksamkeit von Jimmy Lake, dem Besitzer des „Old Gaiety Burlesque Theater“, indem er dort an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen den Amateurwettbewerb gewann. Nach seinem zweiten Sieg wurde Tucker dort fest als Zeremonienmeister angestellt; er musste die Stelle jedoch wieder aufgeben, als bald darauf entdeckt wurde, dass er noch minderjährig war. Im Jahr 1938 machte er seinen Abschluss an der Washington-Lee High School in Arlington, Virginia – unweit von Washington, D.C. –, trat anschließend der US-Kavallerie bei und wurde in Fort Myer im Arlington County, Virginia, stationiert; er wurde jedoch erneut entlassen, da er abermals als minderjährig galt. Nach seinem 18. Geburtstag kehrte er an das „Old Gaiety“ zurück, um dort wieder zu arbeiten. Als Lakes Theater im Sommer 1939 für die Saison schloss, ermöglichte ein wohlhabender Mentor Tucker die Reise nach Kalifornien, damit er dort versuchen konnte, im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Er absolvierte einen erfolgreichen Leinwandtest und begann, für Filmrollen vorzusprechen. Nach eigener Einschätzung entsprach Tucker eher dem Typus des kräftig gebauten „hässlichen Kerls“ – wie etwa Wallace Beery, Ward Bond oder Victor McLaglen – als dem eines „Matinee-Idols“. Sein Filmdebüt gab er als kräftiger Farmer, der mit dem Helden aneinandergerät – in dem Western *The Westerner* (1940), in dem Gary Cooper die Hauptrolle spielte. Wie viele andere Filmschauspieler seiner Zeit trat auch Tucker während des Zweiten Weltkriegs in die US-Armee ein; er erhielt ein Offizierspatent im Rang eines Second Lieutenant. Tucker war viermal verheiratet: Mit Sandra Jolley (1919–1986) im Jahr 1940; die Ehe wurde 1950 geschieden. Sie war die Tochter des Charakterdarstellers I. Stanford Jolley (der ebenfalls an einem Lungenemphysem starb) und die Schwester des Oscar-prämierten Art Directors Stan Jolley. Gemeinsam hatten sie eine Tochter, Pamela „Brooke“ Tucker. Mit Marilyn Johnson am 28. März 1950 (verstorben am 19. Juli 1960). Mit Marilyn Fisk am 23. Oktober 1961. Sie hatten eine Tochter, Cindy Tucker, und einen Sohn, Forrest Sean Tucker. Mit Sheila Forbes am 15. April 1986. ...