Juraj Kukura ist ein slowakischer Schauspieler und seit 2003 Direktor des Arena-Theaters in Bratislava. Nach seiner Schulausbildung studierte Kukura Schauspiel an der Vysoká škola múzických umení v Bratislave, wo er 1973 abschloss. Ab 1976 gehörte er zum Ensemble des Slowakischen Nationaltheaters in Bratislava, bis er im Jahre 1984 nach Deutschland emigrierte. Anfangs war er an den Münchner Kammerspielen, dann aber auch an Theatern in Basel, Bonn und seit 1985 im Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg in der Intendanz von Peter Zadek tätig. Dem deutschen Fernsehpublikum wurde er in den 1980er Jahren durch Rollen in Via Mala, Tatort, Das Traumschiff, Die Wilsheimer, Das Erbe der Guldenburgs und Hotel Paradies bekannt. Er spielte auch in zahlreichen slowakischen und deutschen Kinofilmen, etwa 1978 in Das neunte Herz, des Weiteren in Peter Zadeks Verfilmung des Buches Hurra, wir leben noch von Johannes Mario Simmel unter dem Titel Die wilden Fünfziger (1983) sowie in Otto – Der Liebesfilm (1992). In der zweiteiligen Fernsehproduktion Winnetous Rückkehr (1998) spielte er den Schurken Robert DeWill. Im Kino war er zuletzt in Das Sams (2001), Der letzte Zug (2006) und Hotel Lux (2011) zu sehen.